„Glamorous upcycling“ nennt sie ihre Kunst. Charakteristisch hierfür ist, dass Altes mit Neuem kombiniert wird und ein bildhaftes Symbol für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft entsteht. Andrea Wycisk ist von Dingen begeistert, die Patina gebildet haben, und holt sie zurück ins Leben. Die Kölner Künstlerin macht mittels Decollage aus Litfaßsäulenschälungen Pop-Art. Ein Atelierbesuch.
Wie wird in der Praxis aus alten Plakaten Pop-Art?
Ich habe eine eigene Nische kreiert, in der ich durch Decollage dieser Schälungen neue Werke erschaffe. Ich variiere meine Techniken und setze oftmals eine Kombination aus Sprühfarbe und Stencil-Art, Drip Painting und Texten ein. Dazu löse ich die übereinander geklebten Plakatstücke zunächst voneinander ab. Das mache ich mit heißem Wasser. Schicht für Schicht. Da der Leim extrem stark ist, ist es körperlich ziemlich anstrengend. Ich komme wirklich ins Schwitzen, aber es macht mir total viel Spaß. Es ist immer wieder eine Überraschung, was ich finde. Hier habe ich beispielsweise ein Stück von einem alten Plakat, auf dem steht: „Weiberfastnacht, 2.2.78“. Ich schäle die Schichten so lange voneinander los, bis ich auf etwas Interessantes stoße. Aus diesen Schichten entsteht der Untergrund für meine Arbeiten. Ich fertige dann von dem eigentlichen Bild eine Zeichnung, die ich auf eine oder auch mehrere Schablonen übertrage. Die Schablone wird mit einer Art Skalpell aus Pappe ausgeschnitten und, damit sie gut hält, mit kleinen Gewichten auf das Bild aufgelegt. Dann wird gesprüht.
Sie arbeiten mit Materialien, die eigentlich nicht mehr brauchbar sind. Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?
Auf meine Arbeiten bezogen, bedeutet das: Ich verarbeite etwas, das, wenn ich es nicht nehme, auf dem Müll landen würde. Ich hauche ihm sozusagen neues Leben ein. Nachhaltigkeit ist für mich ein schweres Thema, über das viel debattiert wird. Ich bin in Schlesien in einem Dorf mit 800 Einwohnern geboren worden. Dort wurde nicht über Nachhaltigkeit geredet, sondern sie wurde gelebt. Es gab kein Plastik. Obst und Gemüse wurden selbst angebaut und dann in Gläsern eingemacht. Milchflaschen wurden ausgewaschen, vor die Türe gestellt und „vom Milchmann“ aufgefüllt. Nachhaltigkeit bedeutet für mich persönlich Wiederverwendung, mit den Ressourcen hauszuhalten und nicht unnötig Müll zu produzieren.
Ihre Themen haben aber nichts mit Nachhaltigkeit zu tun …
Nein. Meine Themen sind ganz verschieden. Allen gemeinsam ist, dass sie Freude machen sollen. Ich möchte die Menschen an ihr Glücksgefühl erinnern. Im Moment arbeite ich an der Serie „Rollergirls“. Zu diesem Motiv hat mich mein bevorstehender 50. Geburtstag inspiriert. Ich unternahm gedanklich eine Reise in meine Jugend: Party, Discokugel, Rollschuhe … Ein anderes Thema, das ich eventuell demnächst umsetze: Im Urlaub bin ich auf alte Werbung der Sonnenschutzmarke Delial gestoßen. Diese Werbung gibt es eigentlich nicht mehr und ich möchte sie in einem Bild wiederbeleben. Ein paar Ideen habe ich schon. So sehe ich auf jeden Fall einen Propeller vor mir. Er symbolisiert Freiheit, Wind und Abenteuer.
Wie wird in der Praxis aus alten Plakaten Pop-Art?
Ich habe eine eigene Nische kreiert, in der ich durch Decollage dieser Schälungen neue Werke erschaffe. Ich variiere meine Techniken und setze oftmals eine Kombination aus Sprühfarbe und Stencil-Art, Drip Painting und Texten ein. Dazu löse ich die übereinander geklebten Plakatstücke zunächst voneinander ab. Das mache ich mit heißem Wasser. Schicht für Schicht. Da der Leim extrem stark ist, ist es körperlich ziemlich anstrengend. Ich komme wirklich ins Schwitzen, aber es macht mir total viel Spaß. Es ist immer wieder eine Überraschung, was ich finde. Hier habe ich beispielsweise ein Stück von einem alten Plakat, auf dem steht: „Weiberfastnacht, 2.2.78“. Ich schäle die Schichten so lange voneinander los, bis ich auf etwas Interessantes stoße. Aus diesen Schichten entsteht der Untergrund für meine Arbeiten. Ich fertige dann von dem eigentlichen Bild eine Zeichnung, die ich auf eine oder auch mehrere Schablonen übertrage. Die Schablone wird mit einer Art Skalpell aus Pappe ausgeschnitten und, damit sie gut hält, mit kleinen Gewichten auf das Bild aufgelegt. Dann wird gesprüht.
Sie arbeiten mit Materialien, die eigentlich nicht mehr brauchbar sind. Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?
Auf meine Arbeiten bezogen, bedeutet das: Ich verarbeite etwas, das, wenn ich es nicht nehme, auf dem Müll landen würde. Ich hauche ihm sozusagen neues Leben ein. Nachhaltigkeit ist für mich ein schweres Thema, über das viel debattiert wird. Ich bin in Schlesien in einem Dorf mit 800 Einwohnern geboren worden. Dort wurde nicht über Nachhaltigkeit geredet, sondern sie wurde gelebt. Es gab kein Plastik. Obst und Gemüse wurden selbst angebaut und dann in Gläsern eingemacht. Milchflaschen wurden ausgewaschen, vor die Türe gestellt und „vom Milchmann“ aufgefüllt. Nachhaltigkeit bedeutet für mich persönlich Wiederverwendung, mit den Ressourcen hauszuhalten und nicht unnötig Müll zu produzieren.
Ihre Themen haben aber nichts mit Nachhaltigkeit zu tun …
Nein. Meine Themen sind ganz verschieden. Allen gemeinsam ist, dass sie Freude machen sollen. Ich möchte die Menschen an ihr Glücksgefühl erinnern. Im Moment arbeite ich an der Serie „Rollergirls“. Zu diesem Motiv hat mich mein bevorstehender 50. Geburtstag inspiriert. Ich unternahm gedanklich eine Reise in meine Jugend: Party, Discokugel, Rollschuhe … Ein anderes Thema, das ich eventuell demnächst umsetze: Im Urlaub bin ich auf alte Werbung der Sonnenschutzmarke Delial gestoßen. Diese Werbung gibt es eigentlich nicht mehr und ich möchte sie in einem Bild wiederbeleben. Ein paar Ideen habe ich schon. So sehe ich auf jeden Fall einen Propeller vor mir. Er symbolisiert Freiheit, Wind und Abenteuer.
Wie wird in der Praxis aus alten Plakaten Pop-Art?
Ich habe eine eigene Nische kreiert, in der ich durch Decollage dieser Schälungen neue Werke erschaffe. Ich variiere meine Techniken und setze oftmals eine Kombination aus Sprühfarbe und Stencil-Art, Drip Painting und Texten ein. Dazu löse ich die übereinander geklebten Plakatstücke zunächst voneinander ab. Das mache ich mit heißem Wasser. Schicht für Schicht. Da der Leim extrem stark ist, ist es körperlich ziemlich anstrengend. Ich komme wirklich ins Schwitzen, aber es macht mir total viel Spaß. Es ist immer wieder eine Überraschung, was ich finde. Hier habe ich beispielsweise ein Stück von einem alten Plakat, auf dem steht: „Weiberfastnacht, 2.2.78“. Ich schäle die Schichten so lange voneinander los, bis ich auf etwas Interessantes stoße. Aus diesen Schichten entsteht der Untergrund für meine Arbeiten. Ich fertige dann von dem eigentlichen Bild eine Zeichnung, die ich auf eine oder auch mehrere Schablonen übertrage. Die Schablone wird mit einer Art Skalpell aus Pappe ausgeschnitten und, damit sie gut hält, mit kleinen Gewichten auf das Bild aufgelegt. Dann wird gesprüht.
Sie arbeiten mit Materialien, die eigentlich nicht mehr brauchbar sind. Was bedeutet für Sie Nachhaltigkeit?
Auf meine Arbeiten bezogen, bedeutet das: Ich verarbeite etwas, das, wenn ich es nicht nehme, auf dem Müll landen würde. Ich hauche ihm sozusagen neues Leben ein. Nachhaltigkeit ist für mich ein schweres Thema, über das viel debattiert wird. Ich bin in Schlesien in einem Dorf mit 800 Einwohnern geboren worden. Dort wurde nicht über Nachhaltigkeit geredet, sondern sie wurde gelebt. Es gab kein Plastik. Obst und Gemüse wurden selbst angebaut und dann in Gläsern eingemacht. Milchflaschen wurden ausgewaschen, vor die Türe gestellt und „vom Milchmann“ aufgefüllt. Nachhaltigkeit bedeutet für mich persönlich Wiederverwendung, mit den Ressourcen hauszuhalten und nicht unnötig Müll zu produzieren.
Ihre Themen haben aber nichts mit Nachhaltigkeit zu tun …
Nein. Meine Themen sind ganz verschieden. Allen gemeinsam ist, dass sie Freude machen sollen. Ich möchte die Menschen an ihr Glücksgefühl erinnern. Im Moment arbeite ich an der Serie „Rollergirls“. Zu diesem Motiv hat mich mein bevorstehender 50. Geburtstag inspiriert. Ich unternahm gedanklich eine Reise in meine Jugend: Party, Discokugel, Rollschuhe … Ein anderes Thema, das ich eventuell demnächst umsetze: Im Urlaub bin ich auf alte Werbung der Sonnenschutzmarke Delial gestoßen. Diese Werbung gibt es eigentlich nicht mehr und ich möchte sie in einem Bild wiederbeleben. Ein paar Ideen habe ich schon. So sehe ich auf jeden Fall einen Propeller vor mir. Er symbolisiert Freiheit, Wind und Abenteuer.